Seit jüngstem bringe ich meine Comics auch als Lesung auf die Theaterbühne, mit Videobeamer und Mikrofon, und da muss ich laut quietschen, grunzen, brüllen und gackern. Besonders Gottes grollende Stimme, wenn er Moses zur Schnecke macht, machte mir dabei zu schaffen, die presste ich mir nämlich eher schmerzhaft aus den Stimmbändern. Nach solchen Auftritten hing mir der Kehlkopf drei Zentimeter niedriger und die Stimme wurde brüchig, ich merkte deutlich: Ich mache grundlegend etwas falsch.
Ien Svea Bäumler brachte mir nicht nur bei, wie ich meine Stimme schone, sondern auch wie ich mehr Effekt erziele und meine Stimmvarianten erweitere. Ein paar Stunden bei ihr könnte ich sogar Gott empfehlen, – bevor er wieder grollt.
